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Aus dem Jahr 2004: Initiative DSL für Ortsnetz 02675
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Kreisverwaltung Cochem-Zell
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Download - Konzept - Breitbanderschließung im Landkreis Cochem-Zell (PDF)
Gemeinsames Vorhaben des Landkreises Cochem-Zell mit den Verbandsgemeinden des Kreises
Pressemeldungen
 
06.12.2011   Breitband-Infrastrukturgesellschaft Cochem-Zell gegründet
27.06.2011   Landkreis Cochem-Zell beteiligt sich an „Breitbandinfrastruktur-Gesellschaft Cochem-Zell mbH"
05.05.2011   Mittelstrimmig sperrt sich gegen Breitband-Initiative
09.04.2011   Schnelles Internet: Krisengespräch im Kreishaus
06.03.2011   Land und RWE streben intensive Zusammenarbeit an
18.02.2011   Warum der Kreis Cochem-Zell Glasfaser legt
01.09.2010   DSL bald doch ganz schnell?
    Schnelles Internet kommt
Es ist noch gar nicht so lange her, dass das Ortsnetz der Gemeinden Bremm und Ediger-Eller mit der Vorwahl 02675 an das Breitband-Datennetz angeschlossen wurde.

Eine Interessengemeinschaft „Initiative DSL für Ortsnetzbereich 02675“ hatte die Deutsche Telekom in den Monaten zuvor mit einer Unterschriftenaktion und umfangreichen Recherchen zur bereits vorhandenen Telekommunikations-Infrastruktur von der Wirtschaftlichkeit dieser Investition überzeugen können.

Im Jahr 2004 war es soweit und in der Vermittlungsstelle im Ellerer Bachtal, einem unscheinbaren Backsteinbau im Wohngebiet wurden die dafür notwendigen technischen Einrichtungen geschaffen.

Gleichzeitig begann auch die Vermarktung des schnellen Internetanschlusses bei den Telefonanschlussinhabern von Bremm und Ediger-Eller, denn der T-Com, wie die Deutsche Telekom auch genannt wird, war natürlich an einer möglichst raschen Amortisation ihrer Investitionen gelegen. Jeder Telefonanschlussinhaber in den genannten Ortsgemeinden bekam einen Anruf mit Angebot zu einem DSL-Anschluss. Auch Personen, die nie einen Computer besessen haben. Teilweise sogar mehrmals und von verschiedenen Telekommunikationsanbietern.

Aus den zu Anfang 66 Unterzeichnern der Initiative sind mittlerweile mehrere Hundert DSL-Nutzer geworden und wohl kaum jemand kann sich noch vorstellen, wie es war, als mit einem analogen Modem oder auch ISDN-Anschluss die Daten lediglich in homöopathischen Dosen, tropfenweise aus der Telefonleitung kamen.

Und in diesem Jahr war es wieder soweit: Ein Schritt zu noch schnellerer Internetkommunikation wurde gemacht.

Die Kreisverwaltung Cochem-Zell ist derzeit in Verhandlungen mit einem Breitband-Netzanbieter, der den Ortsgemeinden des Kreises einen noch schnelleren Anschluss an den Rest der Welt verschaffen kann. Dieses geschieht, indem sämtliche Ortsgemeinden mittels Glasfaserstrecken erschlossen werden. Genauer gesagt wird es in jeder Ortsgemeinde dann einen Glasfaseranschluss geben, der die Übertragungskapazitäten der jetzigen Kupfertechnologie um mindestens das hundertfache übersteigt.

Wer aber jetzt fürchtet, dass nun wieder überall die Straßen aufgerissen werden, kann beruhigt werden. Die sogenannte letzte Meile, wird, wie bisher, über die bereits vorhandenen Telefonkupferkabel laufen. Durch die schnelle Ortsanbindung mittels Glasfaserkabel kann die Geschwindigkeit der Internetanschlüsse am Beispiel Bremm von jetzt maximal 3 Mbit auf bis zu 50 Mbit, später im Endausbau vielleicht sogar auf bis zu 100 Mbit gesteigert werden. So werden auch Multimediaanwendungen wie IPTV (Fernsehen über Internet) oder Video on demand (Videos auf Bestellung) möglich.

Diese Internetseite soll alle Informationen und Entwicklungen zu diesem Thema sammeln. Wer zusätzliche Informationen geben kann, melde diese bitte an meine Mail-Adresse: rp@moselweb.de.

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Breitband-Infrastrukturgesellschaft Cochem-Zell gegründet
Gesellschafter geben grünes Licht für bundesweit einmaliges Modell zur flächendeckenden Breitbandversorgung im ländlichen Raum

Der 6. Dezember hat für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Cochem-Zell eine weitere Nikolaus-Überraschung gebracht: Der Landkreis, das saarländische Telekommunikationsunternehmen inexio, die fünf Verbandsgemeinden des Landkreises, die RWE Deutschland AG, die Energieversorgung Mittelrhein GmbH und die mps public solutions gmbh unterzeichneten den Vertrag zur Gründung der Breitbandinfrastruktur-Gesellschaft Cochem-Zell mbH (BIG) im Kreis Cochem-Zell.

Dem bundesweit einmaligen Projekt ist eine lange Vorarbeit vorangegangen. Schließlich galt es, nicht nur 92 Gemeinderatsbeschlüsse herbeizuführen, sondern auch die unterschiedlichen Partner im Interesse der Unternehmen und der Bürgerinnen und Bürger an einen Tisch zu bekommen. Das ist in überzeugender Art und Weise gelungen. Öffentliche Hand und Privatwirtschaft bringen ihre Stärken in die Breitband-Infrastrukturgesellschaft ein. Erstmalig sind im Landkreis Telekommunikationsunternehmen, Energieversorger und private Investoren damit Seite an Seite in einer Infrastrukturgesellschaft vertreten. Die Gemeinden werden über die Verbandsgemeinden vertreten und haben die Aufgabe „Breitbandversorgung" bereits auf diese übertragen.

Das zugrunde liegende Geschäftsmodell ist wirtschaftlich tragfähig und bedarf keiner verlorenen Baukostenzuschüsse von Seiten der öffentlichen Hand. Die Gesellschafter beteiligen sich mit Geld- und/oder Sacheinlagen, die sie im Laufe des Betriebes innerhalb von 20 Jahren zurückerhalten. Auf Grundlage dieses Geschäftsmodells sollen der Bau und der Betrieb eines Breitbandnetzes getrennt werden. Auf der einen Seite soll die Planung und der Ausbau der Breitband-Infrastruktur mittels Glasfasertechnik von einer „Breitbandinfrastruktur-Gesellschaft Cochem-Zell mbH" durchgeführt werden, auf der anderen Seite soll inexio das komplette Breitband-Netz mieten und betreiben.

In den nächsten Wochen soll die genaue Ausbauplanung fertig gestellt werden, um dann – ab Frühjahr 2012– innerhalb von 24 Monaten kreisweit alle Städte und Ortsgemeinden an die vorhandenen überregionalen Backbone-Trassen anzubinden und somit ein eigenständiges Breitbandnetz im Landkreis Cochem-Zell herzustellen. Genauer gesagt werden die Kabelverzweiger in den Gemeinden angeschlossen, um dann die Haushalte über das vorhandene Kupfernetz (sogenannte „letzte Meile") anzuschließen. Die Bandbreiten liegen in der Regel bei 50 Mbit/s, mindestens jedoch bei 16 Mbit/s. In einzelnen, besonders gut angebundenen Orten werden sogar Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s möglich sein. Dadurch erhalten alle unterversorgten und versorgten Gebiete attraktive Bandbreiten, die eine wichtige Grundlage für wirtschaftliches Wachstum (z.B. Produktionswachstum, Investitionsentscheidungen, Aus- und Weiterbildung) und Lebensqualität (z.B. Informationsquelle, Wohnortwahl) bilden und damit eine hohe Attraktivität der Region für Bürger und Unternehmen gewährleisten.

Die fehlende Breitband-Infrastruktur ist der Grund für die größtenteils schlechte DSL-Versorgung in den Unternehmen und Haushalten im Landkreis Cochem-Zell. Bei den Planungen soll besonders darauf geachtet werden, vorhandene Infrastrukturen und künftige Baumaßnahmen in das neue Netz einzubinden. Trotz der vorhandenen Infrastruktur (Leerrohre mit und ohne Glasfaserkabel) von knapp 180 km Länge werden für den Komplettausbau rund 160 km weitere Glasfaserleitungen notwendig sein, um dann alle Orte mit hoher Geschwindigkeit ans Internet anzubinden. Dazu sollen insgesamt 135 Technikstandorte, die mit aktiver Breitbandtechnik und mit Strom versorgt werden müssen, angebunden werden. Die BIG-Gesellschafter sind aber alle zuversichtlich, die rund 17 Millionen Euro Investition erfolgreich zu gestalten. Von der Investitionssumme bringen die Gesellschafter bereits bei Gründung in Form von Sach- oder Geldeinlagen rund 8 Millionen in die Gesellschaft ein. „In zwei Jahren wird der Landkreis Cochem-Zell als Beispiel für die erfolgreiche Erschließung ländlicher Räume mit DSL-Infrastruktur da stehen", sind sich alle Beteiligten sicher.

Die Anteile der neuen Gesellschaft verteilen sich wie folgt:

Landkreis Cochem-Zell: 5,49%
Die 5 Verbandsgemeinden halten jeweils: 3,29%
inexio KGaA: 42,68%
RWE Deutschland AG: 20,73%
Energieversorgung Mittelrhein GmbH 7,32%
mps public solutions gmbh 7,32%

Zitate der Gesellschafter:

Landrat Manfred Schnur, Cochem-Zell

„Mit dem heutigen Tag sind wir nach einem Jahr Vorbereitung, vielen Gesprächen und zielführenden Verhandlungen unserem Ziel ein gutes Stück näher gekommen. Wir haben starke Partner gewonnen, die nun eine flächendeckende Breitbandversorgung realisieren können. Mein Dank gilt an dieser Stelle allen politischen Gremien, egal ob Kreistag, Verbandsgemeinderäten oder aber auch jeder Ortsgemeinde im Landkreis für die Zustimmung zu diesem Projekt. Ich danke aber auch dem Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur sowie der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, die ebenfalls „grünes Licht „ für die Umsetzung dieses außergewöhnlichen Projektes im Landkreis Cochem-Zell gegeben haben.

David Zimmer und Thorsten Klein, persönlich haftende Gesellschafter der Firma inexio

In den letzten Jahren haben wir als Telekommunikationsunternehmen aktiv und erfolgreich ein Glasfasernetz von mehr als 2.200 Kilometern aufgebaut und damit unter anderem den DSL-Ausbau im ländlichen Raum vorangetrieben. Als größter Gesellschafter der BIG freuen wir uns nun auf den nächsten Schritt. Die heutige Vertragsunterzeichnung ist der Schlussstrich unter die erste Etappe im DSL-Ausbau für Cochem-Zell. Jetzt können wir mit vereinten Kräften an die Umsetzung gehen. Ein guter Tag für die Region.

Dr. Heinz-Willi Mölders, Mitglied des Vorstands der RWE Deutschland AG

Schnelles Internet ist gerade in schwächer strukturierten Regionen ein wichtiger Faktor, der ausschlaggebend für die Wahl des Wohnortes für Familien aber auch für die Standortwahl von Gewerbetreibenden und Industrie sein kann. Darum ist auch die Weiterentwicklung der Breitbandinfrastruktur im Landkreis Cochem-Zell ein äußerst wichtiges Vorhaben zur Standortförderung. Die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen durch die Breitband-Infrastrukturgesellschaft Cochem-Zell ist wichtiges Element des Ausbaus der Infrastruktur. Für uns von RWE Deutschland ist das ein weiteres Beispiel von gelebter Partnerschaft mit Landkreis und Kommunen."

Josef Rönz, Geschäftsführer der Energieversorgung Mittelrhein GmbH

„Eine zukunftsfähige Infrastruktur ist ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung einer Kommune und die Lebensqualität der Bürger. Dafür setzt sich die Energieversorgung Mittelrhein GmbH, die das Stromnetz in Cochem und ein rund 4.500 Kilometer langes Erdgasnetz in Rheinland-Pfalz betreibt, bereits seit vielen Jahren ein. Als langjähriger Partner des Landkreises Cochem-Zell unterstützen wir gerne weitere Infrastrukturmaßnahmen wie die Gründung der Breitband-Infrastrukturgesellschaft Cochem-Zell mbH."

Gerhard Sisterhenn, geschäftsführender Gesellschafter mps public solutions gmbh

„Als Partner der Kommunen bei der Umsetzung von E-Government-Konzepten wissen wir um die Wichtigkeit einer zukunftsfähigen Breitband-Versorgung. Nur so lassen sich die Serviceerwartungen der Bürger und wirtschaftliches Handeln im Verwaltungsablauf in Einklang bringen. Wir freuen uns, unseren Beitrag hierzu leisten zu können!"

Gemeinsames Zitat der Bürgermeister Helmut Probst (VG Cochem), Manfred Führ (VG Treis-Karden) Albert Jung (VG Kaisersesch) Karl-Heinz Simon (VG Zell) und Alfred Steimers (VG Ulmen)

Eine leistungsfähige Breitbandversorgung gehört heutzutage so selbstverständlich zur Daseinsvorsorge wie Straßenbau, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung usw. Leider haben die großen Anbieter die ländlichen Regionen hierbei im Stich gelassen, so dass die Kommunen im Kreis Cochem-Zell – gemeinsam mit vier innovativen privaten Partnergesellschaftern – diese Aufgabe im Interesse der Region nun selbst in die Hand genommen haben. Bis zu der Gründung der Breitbandinfrastruktur-Gesellschaft waren viele Hürden zu überwinden. Mit gemeinsamen beharrlichen Anstrengungen ist es jedoch gelungen, diese zu überwinden, so dass dem Start der Breitbandinfrastruktur-Gesellschaft nun nichts mehr im Wege steht. Mit der innerhalb den nächsten beiden Jahre geplanten Fertigstellung eines leistungsfähigen flächendeckenden Breitbandnetzes wird ein weiterer Beitrag dazu geleistet, dass unser Landkreis, unsere Verbandsgemeinden und Gemeinden im Wettbewerb der Regionen gut aufgestellt sind.

Quelle: Kreisverwaltung Cochem-Zell

Neues aus dem Kreistag: Landkreis Cochem-Zell beteiligt sich an „Breitbandinfrastruktur-Gesellschaft Cochem-Zell mbH"
Der Kreistag hat sich in seiner Sitzung am 27.06.2011 abermals mit dem Thema Breitbandinfrastruktur für den Landkreis Cochem-Zell beschäftigt. Mehrheitlich waren sich alle Fraktionen einig, dem Beschlussvorschlag der Kreisverwaltung zur Beteiligung an der „Breitbandinfrastruktur-Gesellschaft Cochem-Zell" auf der Grundlage des Gesellschafts- und Konsortialvertrages zuzustimmen und den Anteil des Landkreises an dieser Gesellschaft von 6.000 Euro auf 9.000 Euro zu erhöhen.

„Wir tun dies nicht zu einem Selbstzweck oder einer Selbstdarstellung. Wir tun dies, weil Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen seit Jahren eine unzureichende Versorgung beklagen. Wir wollen dieser mangelhaften Versorgung abhelfen und eine zukunftsfähige Struktur, basierend auf der Glasfasertechnik aufbauen", begründete so Landrat Manfred Schnur die Intention. Deutlich wies er darauf hin, dass der Bürger dies auch annehmen müsse. „Es liegt nun an den Cochem-Zellern selber, dass es zukünftig eine schnelle Datenautobahn in jeder Ortsgemeinde im Landkreis gibt."

Seit Beginn des Jahres 2010 arbeiten die Verantwortlichen der Verbandsgemeinden und des Landkreises im engen Schulterschluss zusammen, um diese wichtige Breitbandinfrastruktur für Cochem-Zell zu schaffen. Wichtig war es dabei, dass alle Ortsgemeinden im Landkreis versorgt werden. Neben der Firma Inexio und der RWE AG werden auch die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) Koblenz und die Firma. mps public solutions GmbH, ein Softwareanbieter insbesondere für kommunale Verwaltungen, der Breitbandinfrastruktur-Gesellschaft beitreten. Landrat Schnur wies allerdings darauf hin, dass der Landkreis noch eine Stellungnahme der Kommunalaufsicht der ADD erwarte, ob sich der Kreis an diesem Projekt beteiligen dürfe. Die Prüfung soll unter dem Blickwinkel der überörtlichen Aufgabenerfüllung vorgenommen werden.

Quelle: Kreisverwaltung Cochem-Zell

Mittelstrimmig sperrt sich gegen Breitband-Initiative
Von Birgit Pielen

05.05.2011 - Cochem-Zell - Das Prinzip einer Solidargemeinschaft ist, dass alle mitmachen. So ist es auch bei der Breitbandinfrastrukturgesellschaft des Kreises Cochem-Zell. Doch eine Gemeinde sagt Nein: Mittelstrimmig. Der Gemeinderat des Hunsrückdorfes hat mehrheitlich beschlossen, einen eigenen Weg zum schnellen Internet zu bahnen. Das stößt andernorts auf Unverständnis.

Lothar Jakobs, Ortsbürgermeister des 420-Einwohner-Dorfes, verteidigt die Entscheidung des Gemeinderates und sagt: „Wir stehen unter Druck. Die Bürger wollen kurzfristig eine gute Breitbandversorgung haben. Das Konzept des Kreises dauert uns zu lange.“

Tatsächlich ist es so, dass es im April Irritationen gab, weil der Internetdienstleister Inexio, mit dem der Kreis kooperiert, den Ausbau des Glaserfasernetzes auf fünf Jahre ausdehnen wollte. Doch die Maßgabe lautet nach wie vor: Binnen zwei Jahren, also bis 2013, muss alles realisiert werden. Gibt es für Mittelstrimmig trotzdem eine bessere Alternative? Zwischen Mittelstrimmig und Mastershausen liegen bereits Leerrohre der RWE, wie Bürgermeister Jakobs sagt. Das sei aufgrund einer Eigeninitiative der Gemeinden gemacht worden. Mastershausen gehört zur Verbandsgemeinde Kastellaun, und die will ihre Dörfer bis Ende 2012 ans schnelle Internet anbinden. „Das ist ein Argument für uns“, sagt Jakobs. „Wir werden versuchen, uns in diesem Rahmen anschließen zu lassen.“ Aber: Mehr als eine Absichtserklärung ist das noch nicht. Auch die Kosten sind unklar. Probleme mit diesem gemeindeeigenen Weg könnte es auch aus anderen Gründen geben.

In der Verbandsgemeinde Zell haben 22 von 24 Gemeinden die Breitbandversorgung an die VG übertragen. Die Entscheidung aus Peterswald-Löffelscheid steht noch aus, der Gemeinderat hat gestern Abend das Thema beraten. Egal wie der Beschluss ausfällt: Die Kreis-Initiative wird daran nicht scheitern. Das bedeutet auch: Alle Gemeinden sind finanziell über die Umlage mit im Boot. Im Fall von Mittelstrimmig könnte das heißen: Die Einwohner werden doppelt zur Kasse gebeten – für das gemeindeeigene Projekt und für die Kreismaßnahme.

Aber ob die Hunsrücker überhaupt einen Weg zur eigenen Datenautobahn einschlagen können, ist fraglich. Karl Heinz Simon, Bürgermeister der VG Zell, sagt: „Der Ausbau des Breitbandnetzes außerhalb der Ortslagen ist nunmehr Aufgabe der Verbandsgemeinde. Deshalb sind gemeindeeigene Projekte nicht mehr ohne Weiteres möglich und in jedem Fall mit der Kommunalaufsicht abzustimmen.“ Sein Ziel ist nach wie vor, alle Gemeinden in das Kreisprojekt einzubeziehen. „Es ist notwendig, mit denen, die dem Projekt ablehnend gegenüberstehen, weitere Gespräche zu führen.“

Enttäuscht von der Entscheidung der Mittelstrimmiger ist auch Landrat Manfred Schnur: „Es ist schade, da wir das Projekt als Solidarmaßnahme betrachten.“ Das sehen im Übrigen die meisten der 92 Gemeinden im Kreis so.

Quelle: rhein-Zeitung.de

Schnelles Internet: Krisengespräch im Kreishaus
Von David Ditzer und Ulrike Hochgesand

09.04.2011 - Cochem-Zell - Der Saarlouiser Internetdienstleister Inexio hat Großes vor: Mit seiner Partnerfirma Even IT will er bis 2013 ein 273 Kilometer langes Glasfasernetz im Kreis Cochem-Zell bauen. So sieht es das Konzept zur Breitbanderschließung vor, das der Kreis Cochem-Zell gemeinsam mit den Verbandsgemeinden auf den Weg bringen will.

Doch bevor es überhaupt losgeht, gibt es schon Probleme. Wie die Bürgermeister der Verbandsgemeinden Zell und Ulmen, Karl Heinz Simon und Alfred Steimers, ihren Verbandsgemeinderäten in dieser Woche mitteilten, will das Unternehmen den Ausbau auf fünf Jahre ausdehnen. Zudem spielt die Wirtschaftlichkeit der Anbindung bestimmter Orte plötzlich doch eine Rolle. So ist es laut Bürgermeister Simon zumindest in den Vertragsentwürfen zu lesen, die das Unternehmen der Kreisverwaltung in der vergangenen Woche zugeleitet hat.

Aus diesem Grund hat Landrat Manfred Schnur Inexio und die Bürgermeister der fünf Verbandsgemeinden am Freitag zum Krisengespräch in die Kreisverwaltung eingeladen. Mit Erfolg, wie die Kreisverwaltung anschließend vermeldete. In der Diskussion mit dem Internetdienstleister sei man übereingekommen, „die Vertragsgestaltung auf der Grundlage des Gesamtkonzepts abzustimmen“. Es bleibt also bei dem vorgegebenen Ausbauzeitraum von zwei bis drei Jahren und der Anbindung aller Gemeinden.

Um schnelles Internet flächendeckend in die dünn besiedelte Region Cochem-Zell zu bringen, haben sich die Kommunen darauf verständigt, den Ausbau eines Glasfasernetzes innerhalb einer Solidargemeinschaft voranzutreiben. Bauherr soll eine Infrastrukturgesellschaft sein, der außer dem Kreis und den Verbandsgemeinden auch der Internetdienstleister Inexio und der Energiekonzern RWE angehören.

Rund 17 Millionen Euro soll der Breitbandausbau im Kreis nach bisheriger Kalkulation kosten. Inexio hat sich verpflichtet, sich mit 20 Prozent Eigenkapital an der Finanzierung zu beteiligen. Zusätzlich beteiligt sich RWE mit 10 Prozent. Der Anteil der Kommunen liegt ebenfalls bei 10 Prozent und wird zwischen dem Kreis und den Verbandsgemeinden aufgeteilt.

Die Verbandsgemeinderäte von Zell und Ulmen haben dem Beitritt zur Infrastrukturgesellschaft in dieser Woche zugestimmt. Das Argument, mit dem die Ratsmitglieder unisono ihre Zustimmung zum Ausdruck brachten: Schnelles Internet für jeden Haushalt zwischen Kalenborn und Altlay wird es nur geben, wenn der Breitbandausbau innerhalb einer Solidargemeinschaft erfolgt. Die damit verbundene Vertragsunterzeichnung hatten die Bürgermeister wegen der zwischenzeitlichen Irritationen allerdings davon abhängig gemacht, ob die im Konzept vorgegebenen Eckpunkte eingehalten werden.

Grundsätzlich grünes Licht für den Beitritt zur Infrastrukturgesellschaft haben schon die VG-Räte von Treis-Karden und Kaisersesch gegeben. Lediglich das Votum des VG-Rats Cochem steht noch aus. Dort wird das Thema am kommenden Dienstag behandelt.

Quelle: rhein-Zeitung.de

Breitbandausbau im ländlichen Raum
Land und RWE streben intensive Zusammenarbeit an
06.03.2011 - Der Ausbau der Breitbandverkabelung im nördlichen Rheinland-Pfalz soll nachhaltig verstärkt werden. Dazu haben das Land Rheinland-Pfalz und RWE Rheinland Westfalen Netz eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Angestrebt wird eine möglichst weitgehende Breitbandversorgung in elf Landkreisen, in denen RWE Rheinland Westfalen Netz aktiv ist (Altenkirchen, Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Cochem-Zell, Vulkaneifel, Bernkastel-Wittlich, Trier-Saarburg, Bitburg-Prüm, Rhein-Hunsrück-Kreis, Bad Kreuznach, Mainz-Bingen).

Wirtschaftsminister Hendrik Hering und Innenminister Karl Peter Bruch verständigten sich in einer Gesprächsrunde mit Landräten und Vertretern der Landkreise mit dem Vorstandsvorsitzenden von RWE Rheinland Westfalen Netz, Dr. Arndt Neuhaus, auf ein abgestimmtes Vorgehen zur Stärkung der Breitbandversorgung von Kommunen im ländlichen Raum. Hintergrund ist die Absicht von RWE, den Ausbau der Breitbandnetze zu Hochgeschwindigkeitsnetzen, den so genannten Next Generation Access Networks (NGA), zu unterstützen: RWE sagte für die kommenden Jahre in den rheinland-pfälzischen Landkreisen ihres Netzgebietes umfangreiche Investitionen in den Energieinfrastrukturausbau zu.

Von diesen Investitionen wird vor allem der ländliche Raum profitieren. Dadurch ist auch eine umfangreiche Versorgung der Kommunen mit Breitbandnetzen möglich, weil Synergien und Kosteneinsparungen bei der Trassenverlegung die Voraussetzung schaffen, um moderne Hochgeschwindigkeitsnetze in der Fläche zu errichten. RWE Rheinland Westfalen Netz arbeitet aktuell an einem Masterplan, der das gesamte Netzgebiet des Unternehmens in Rheinland-Pfalz umfasst.

Mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz ist das Unternehmen in Gespräche mit der Bundesnetzagentur zur Absicherung der Verbindung zwischen Energie- und Kommunikationsinvestitionen unter Regulierungsgesichts- punkten getreten. RWE Rheinland Westfalen Netz und die zuständigen Landesministerien vereinbarten die Einrichtung einer Arbeitsgruppe. Sie soll das weitere Vorgehen konkretisieren und identifizieren, welche Projekte sich in den nächsten Jahren in den angesprochenen Landkreisen realisieren lassen.

Als Beispiel stellte Dr. Arndt Neuhaus ein bereits im Juni 2010 beginnendes Pilotprojekt zur Breitbandverkabelung in den Ortsgemeinden Wiebelsheim und Laudert im Rhein-Hunsrück-Kreis vor.

In den nächsten Monaten soll die Detailplanung von RWE vertieft und mit dem Land abgestimmt werden. Ziel ist, bis Jahresende 2010 eine umfassende Planung für den nördlichen Teil von Rheinland-Pfalz zu erarbeiten und mit der Umsetzung zu beginnen. Dabei soll dieses Vorgehen auch anderen RWE-Tochtergesellschaften, beispielsweise in der Pfalz und in Rheinhessen, möglich sein.

Wirtschaftsminister Hendrik Hering nannte die Vereinbarung mit RWE einen „deutlichen Schritt voran“ bei den Bemühungen, zu einer leistungsfähigen Breitband-Infrastruktur für ländliche Räume zu kommen: „Diese Kooperation unterstützt die bisherigen Bemühungen des Landes, den Breitbandausbau im Rahmen der Breitbandinitiative voran zu treiben. Sie nutzt Synergien und wird den notwendigen Ausbau deutlich beschleunigen. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, gerade bei Handwerkern und Selbständigen, in einem großen Teil des Landes langfristig gestützt.“

Innenminister Karl Peter Bruch nannte die Zusammenarbeit ein „hervorragendes Beispiel für zielgerichtetes Handeln im Sinne der ländlichen Räume“ in Rheinland-Pfalz: „Die Zusammenarbeit liegt genau auf der Linie der Landesregierung, die Existenz der Kommunen und die Lebensqualität der Menschen im ländlichen Raum durch vernünftige Strukturen und effiziente Kooperationen zu stärken.“

Dr. Arndt Neuhaus betonte: „Wir investieren in die Energienetze der Zukunft. In diesem Zusammenhang forcieren wir die Breitbandversorgung im nördlichen Rheinland-Pfalz, weil diese immer stärker zum wichtigen Standortfaktor wird.“

Quelle: www.mwvlw.rlp.de

Warum der Kreis Cochem-Zell Glasfaser legt
18.02.2011 - Dorothea Müth

Die dünn besiedelte Region Cochem-Zell soll von kommunaler Seite aus flächendeckend durch Glasfaseranschluss mit Internet versorgt werden. Das klingt nach einem Mammutprojekt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Kabelverlegung pro Meter mindestens 50 Euro kostet.

Cochem-Zell. Zwischen Kalenborn und Sosberg, Beuren und Möntenich wäre ein Netz von 273 Kilometern Länge zu spannen, damit alle rund 33 000 Haushalte verbunden sind. Und pro Haushalt fielen im Schnitt rund 8,3 Meter an. Trotz dieser Dimensionen haben sich Kreis und Verbandsgemeinden (VG) entschieden, dieses Projekt zu verwirklichen.

Wer baut das Glasfasernetz?

Bauherr wird eine Infrastrukturgesellschaft sein, der Landkreis, Verbandsgemeinden, der Saarlouiser Internetdienstleister Inexio sowie der Energiekonzern RWE angehören. Auf praktischer Seite soll Inexio den Ausbau realisieren. Mit der Partnerfirma Even IT hatte Inexio bei einer öffentlichen Ausschreibung gegen zwei weitere Bewerber das Rennen gemacht: Inexios Bestandsaufnahme der Internetsituation, verbunden mit der Kostenkalkulation eines Glasfasernetzes, und vor allem Inexios Realisierungsplan haben die Kommune am meisten überzeugt, sagt Landrat Manfred Schnur.

Warum Glasfaser und nicht Funk oder ein Technologiemix?

Auf Rat der Landeskompetenzstelle Breitband hin war eine Downloadgeschwindigkeit von 16 Megabit pro Sekunde (MBit/s) Mindestanforderung. "Die Funkanbieter hätten ein Konzept einreichen können - haben sie aber leider nicht", sagt Schnur. Während die Funktechnik nicht mehr als 16 MBit/s hergibt, ist Glasfaser potenziell unbegrenzt. Auch wenn Glasfaser sich bei wenigen Kunden "nicht rechnet", will der Landrat "keine Minderversorgung der Dörfer."

Wie viel kostet der Ausbau und wer bezahlt ihn?

Zu investieren sind nach derzeitigem Stand rund 17 Millionen Euro. Die Hälfte ist so gut wie gesichert: Je zehn Prozent der Summe übernehmen die Kommune (Kreis und VG) und RWE, 20 Prozent trägt Inexio. "Die feste Zusage eines Privatinvestors haben wir schon", ergänzt Schnur. Und er ist zuversichtlich, dass der Anteil der Privateinlagen auf bis zu 20 Prozent wächst - eventuell sogar mit einem "Bürgerblock". Dann wird der Rest vermutlich nicht mehr schwer zu stellen sein: Regionalbanken sollen ihn mit Krediten füllen. Die Investitions- und Strukturbank des Landes hat eine Bürgschaft in Aussicht gestellt.

Wie ist der Zeitplan?

Sobald die Infrastrukturgesellschaft (laut Plan: im April) gegründet ist, kann es losgehen. Die Maßgabe für Inexio: Ausbau binnen zwei Jahren, also bis 2013. Schnur: "Er wird von den großen Adern, der A 48, A 61 und B 49, aus beginnen."

Was kostet es für die Verbraucher?

Kunden werden den "marktüblichen Preis" fürs schnelle Internet zahlen, sagt Schnur. Anbieter wie Telekom, 1&1, aber auch Inexio können das Glasfasernetz von der Infrastrukturgesellschaft mieten und schließen die einzelne Wohnung an den Verteilkasten an.

Warum ist RWE mit im Boot?

Bei der Glasfaserverkabelung werden schon verlegte Leerrohre von RWE genutzt. "Dadurch sparen wir 1,7 Millionen Euro", erklärt Schnur. Auch die Kommune bringt Leerrohre mit ein. Außerdem erhöht sich die Kreditwürdigkeit des Bauherrn mit diesem Eigenanteil. Entsprechend der Einlagen erhalten alle Gesellschafter dann auch eine Gewinnbeteiligung.

Quelle: volksfreund.de

DSL bald doch ganz schnell?
01.09.2010 - Wochenspiegel Cochem

Internetbenutzer sollen nicht länger an der „langen Leitung" hängen

Schnelles Internet für alle: Das gemeinsame Vorhaben des Landkreises Cochem-Zell mit den Verbandsgemeinden Cochem, Kaisersesch, Treis-Karden, Ulmen und Zell, schnelle Internetanschlüsse in jeder Gemeinde zu ermöglichen, wird konkret. Schon bald sollen den Haushalten und Unternehmen Bandbreiten von 50 Megabit pro Sekunde angeboten werden.

KREIS. Bereits mehrfach hatten sich die hauptamtlichen Bürgermeister und Landrat Schnur mit diesem Thema beschäftigt. Nun haben sie einer Ausbauplanung für die Breitbandversorgung im Landkreis Cochem-Zell zugestimmt. Die Planung wurde von der „even:IT GmbH" (eine Tochtergesellschaft der Firma„inexio"ausSaarlouis) erstellt. Die vorgelegte Konzeption soll mit Hilfe einer Beteiligungsgesellschaft mit „inexio" umgesetzt werden. Die Firma habe, so die Kreisverwaltung, in Rheinland-Pfalz und dem Saarland bereits mehrere Landkreise mit schnellem Internet versorgt. Das Unternehmen habe zudem Zugriff auf mehrere wichtige Breitbandverbindungstrassen im Landkreis.

Bis zum Ende des Jahres soll die Beteiligungsgesellschaft, an der sich auch weitere private Investoren beteiligen sollen, handlungsfähig sein. Im gleichen Zeitraum werden die einzelnen Ortsgemeinden ausführlich informiert. Noch im ersten Quartal 2011 können dann bereits die ersten Arbeiten ausgeführt werden. Ziel ist es dabei, moderne Glasfasertechnologie an die Kabelverzweiger in den einzelnen Orten anzubringen. Durch diese Technologie, mit Bandbreiten bis zu 50 Mbit/sec., soll den Endkunden ermöglicht werden, alle modernen Multimedia-Angebote zu nutzen. Auch die Versorgung für kleine und mittlere Unternehmen wäre dadurch deutlich verbessert. Die Kalkulation für den Ausbau zeige, dass ein Breitbandnetz aufgebaut werden könne, das auch für die beteiligten Investoren eine interessante Rendite ausweist.

Weitere Informationen zur Breitbandinitiative gibt es bei der „Kompetenzstelle Breitband" der Kreisverwaltung Cochem-Zell, Heiko Kreutz, Telefon 0 26 71 / 6 16 92 oder bei der zuständigen Verbandsgemeindeverwaltung.

Quelle: inexio.de

Schnelles Internet kommt
Landkreis Cochem-Zell und Verbandsgemeinden vollziehen wichtigen Schritt in Sachen Breitband-Ausbau

Schnelle und hochwertige Breitband-Internetzugänge in jeder Ortsgemeinde: Diesem Ziel ist der Landkreis Cochem-Zell gemeinsam mit den Verbandsgemeinden Cochem, Kaisersesch, Treis-Karden, Ulmen und Zell nun einen wichtigen Schritt näher gekommen. Die even: IT GmbH aus Saarlouis wird bis Sommer eine komplette Planung für den zeitnahen Ausbau im gesamten Landkreis vorlegen. Das ist das Ergebnis einer entsprechenden Ausschreibung.

Auf Basis eines Kooperationsvertrags arbeiten die Verbandsgemeinden und der Landkreis gemeinsam am schnellstmöglichen Breitband-Ausbau. Ziel ist dabei, moderne Glasfaser-Technologie in jedem Ort bis zu den Kabelverzweigern zu transportieren. Denn somit kommt bei den Menschen in den Häusern eine Breitband-Geschwindigkeit von mindestens 16 Mbit/s an. Dies bedeutet, dass neben dem breitbandigen Internetanschluss andere modernen Anwendungen wie Telefonie oder Fernsehen verfügbar werden. Auch Heimarbeitsplätze, bei denen von zuhause aus im Netzwerk der Firma gearbeitet werden muss, können künftig problemlos ausgestattet werden. Darüber hinaus macht die Glasfaser-Technologie einen weiteren Ausbau für zukünftig noch schnellere Übertragungsraten, die geplant sind, möglich.

Die Firma even: IT GmbH hat bereits den Planungsauftrag für den Rhein-Hunsrück-Kreis erhalten. Darüber hinaus ist die Muttergesellschaft inexio GmbH bereits erfolgreich beim Breitband-Ausbau in den Landkreisen Birkenfeld und Kusel tätig gewesen. Das Breitband-Projekt auf Landkreisebene soll später eine gemeinsame Gesellschaft tragen, finanzieren und betreiben, in der sich sowohl die Kommunen als auch die Privatwirtschaft engagieren können.

„Die Ausschreibung hat gezeigt, dass das Thema Breitband-Ausbau zurecht ein verbandsgemeindeübergreifendes und somit kreisweites Projekt ist. Auf diese Weise geht der Ausbau kostengünstiger voran und die kleinen Ortsgemeinden im Kreis profitieren von den größeren, weil sie mitversorgt werden und die Solidargemeinschaft dies ermöglicht. Mit der Firma even:IT plant nun ein Unternehmen, das weiß, wie man den ländlichen Raum mit der modernsten am Markt verfügbaren Technologie ausstattet“, erklärt Albert Jung, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Treis-Karden.

„In die Planung fließen sämtliche vorliegenden Baumaßnahmen aus den Bereichen Verkehr, Versorgungs- und Energiewirtschaft ein. Daher werden wir zügig vorankommen. Darüber hinaus profitieren unsere Menschen nun davon, dass wir mit even:IT GmbH eine Firma mit der Planung beauftragt haben, die bereits in unmittelbarer Nachbarschaft zu uns aktiv ist. Die flächendeckende Versorgung mit Breitband-Internet – und das möglichst bald - wird den Menschen und der Wirtschaft im Landkreis zugute kommen“, unterstreicht Landrat Manfred Schnur.

Quelle: Verbandsgemeindeverwaltung Treis-Karden

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