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Die Staurothek heute im Limburger Domschatz
Die Stubener Staurothek
und ihre Geschichte
Die Reliquie wurde etwa 580 Jahre lang in der Kreuzkapelle des Klosters Stuben aufbewahrt und verehrt.
In der Schenkungsurkunde
Heinrichs von Ulmen
vom Vorabend des Laurentiusfestes
des Jahres 1208 heißt es:

"Zu seinem Glücke besitzt irdische Schätze, wer vermittels derselben ewige zu gewinnen trachtet"; er nennt aber das Sanktuarium "einen Schatz, der weit über alle irdischen Besitzungen hinaus seinem Herzen immer der allerliebste" -; er schenkt den Schatz aber "zum Heile seiner Seele und der Seele seiner Gattin Irmgardis."

Die Staurothek in ihren Einzelheiten

Die Staurothek wiegt ca. 11 kg, ist 48 cm lang, 35 cm breit und 6 cm hoch.

a) Der Schiebedeckel

Das Zentrum des Deckels ist mit 9 Emailbildern und anschließenden Stein- und Bilderbordüren verziert, und ist von unschätzbarem Wert. Im übrigen ist der Deckel mit Smaragden, geschliffenen Natursteinen, Saphiren, Almandinen, Perlen und Rosetten besetzt.

b) Die Kreuzlade

Die Kreuzlade, aus Sykomorenholz bestehend, ist mit feuervergoldetem Silber verkleidet. Unter Cherubim- und Seraphim-Gestalten sind Reliquienbehälter angebracht, welche wertvolle Reliquien aus dem Leben Christi enthalten haben sollen. Auf den Seitenwänden und der Rückseite der Lade sind ziselierte Schrift- und Ornamentbänder zu sehen. In die Rückwand ist ein geschmücktes Patriarchenkreuz mit Akanthusranken ziseliert.

Die Inschriften
lauten von oben nach unten gelesen:

Auf der linken Seite:

I.   Die Dornenkrone des die Menschen liebenden Christus, unseres Gottes
II.   Die Windeln des Jesu Christi des Sohnes Gottes
III.   Das Grabtuch des unsterblichen Christus und Gottes
IV.   Das Kopftuch der hochheiligen Gottesgebärerin
V.   Der Gürtel der heiligen Jungfrau und Gottesgebärerin vom Bischof von Zela

Auf der rechten Seite:

I.   Der Purpurmantel des lebenspendenden Jesus Christus
II.   Das Leintuch unseres Schöpfers und Gottes Christus
III.   Der Schwamm des geduldigen Christus unseres Heilands
IV.   Der Gürtel der allzeit jungfräulichen Gottesgebärerin
V.   Das ehrwürdige Haar des heiligen Johannes des Vorläufers

Es wurden jedoch im Laufe der Zeit einige der in der Kreuzlade eingeschlossenen Reliquien entnommen oder gegen andere ausgetauscht. Als die Lade nach Limburg kam, fand man nur noch sieben Reliquien darin. Heute sind auch diese Reliquien nicht mehr in der Kreuzlade, sondern werden hinter Kristallfensterchen in einem großen Reliquienkreuz aufbewahrt.

Innenansicht mit Kreuzreliquie
Das Kreuz als Lebensbaum. Seit 1959 steht die Kreuzreliquie im Mittelpunkt der Limburger Kreuzwoche, die als Gemeinschaftsfeier der Limburger Diözese heute in den Bezirken des Bistums und der Kathedralstadt gefeiert wird.
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Ansicht mit geschlossenem Deckel
Der Deckel des kostbaren Emailkunstwerkes zeigt den himmlischen Hofstaat um den thronenden Christus, in der Lade das Kreuzesholz als Doppelkreuz, eingefasst von Kästchen für andere Herren- und Marienreliquien, die heute in einem neoromanischen Kreuz des Fuldaer Goldschmieds Rauscher gefasst sind.
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Christus - Pantokrator
Details der Staurothek
Engel mit Zepter
Der Weg der Staurothek durch die Jahrhunderte...
bis 1204 von 1208 bis 1788 (580 Jahre) und seit 1827
in der Hagia Sophia in
Konstantinopel (heute Istanbul),
 
 
 
in der Kreuzkapelle
des Klosters Stuben
im Limburger Domschatz.
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