Geschichtliche Parallelen Geschichte und Anekdoten von Bremm und Kloster Stuben
Georg Bärsch, 1852 Die Städte und Ortschaften der Eifel und deren Umgegend
 
Die Städte und Ortschaften der Eifel
und deren Umgegend,
topographisch und historisch beschrieben
 
Des ersten Bandes zweite Abtheilung
 
Auszug aus dem Buch
von Georg Bärsch, 1852
Königlich preußischem Regierungs-Rathe a. D.,
Ritter mehrerer Orden,
und Ehrenmitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften
 

Bremm - Seiten 246 bis 248

Bremm liegt am linken Ufer der Mosel. In einer Urkunde vom Jahre 1051 wird es Brembe, 1142 Bremme, 1144 Bremba, 1138 Breimpta vicus, und in einer Urkunde von 1156 Breme genannt. Königin Richezza schenkte im Jahre 1056 einige Güter zu Bremm dem Kloster Brauweiler. (Günther I. Seite 131.)

Der Triersche Erzbischof Egilbert bestätigte im Jahre 1097 dem Stifte St. Simeon den Besitz einiger Güter zu Bremm. (Hontheim I. Seite 449.)

Die Abtei Springiersbach besaß schon im Jahre 1144 Güter zu Bremm. (Hontheim I. Seite 550.) Im Jahre 1160 kaufte Abt Richard von Springiersbach für das seiner Obhut empfohlene Kloster Stuben, die Güter zu Bremm, welche Graf Ludwig von Arnstein ehemals besessen und dem von ihm gestifteten Kloster Arnstein geschenkt hatte. (Günther I. Seite 370.)

Die von Ulmen besaßen Güter zu Bremm. Einige derselben verkaufte Ritter Cuno von Ulmen im Jahre 1337 dem Trierschen Erzbischofe Bulduin. (Günther III. Seite 350.)

Diedrich von Ulmen wies seiner Gattin Elsa im Jahre 1360 Güter zu Bremm, welche er von Gerlach, Herrn zu Isenburg, zu Lehn trug, mit Genehmigung desselben zum Witthume an. (Günther III. Seite 661.)

Im Jahre 1418 wurde Graf Johann von Homburg von dem Trierschen Erzbischofe Werner (von Falkenstein) mit den Gütern zu Bremm belehnt, welche früher die von Scharfeneck von dem Erzstifte zu Lehn getragen hatten. (Günther IV. Seite 169.)

Im Jahre 1476 verkauften Johann und Friedrich von Pirmont und Ehrenberg die Rechte, welche sie zu Bremm besaßen, dem Trierschen Erzbischofe Johann II. (von Baden): (Günther V. Seite 639.)

Auch ein adliges Geschlecht nannte sich von Bremm und kommt noch im 16. Jahrhunderte vor.

Bremm gehörte 1794 zum Kurtrierschen Amt Zell. Es hatte einen Vogt und Gericht. Die Pfarrei hatte der Domprobst zu Trier zu besetzen. Sie gehörte zum Landkapitel Zell. Der Sprengel ist jetzt nur auf die Gemeinde beschränkt. Die Kirche liegt auf einer Höhe und ist alt. Der Kurfürst von Pfalz-Baiern besaß 1794, wahrscheinlich wegen seines Antheils an Sponheim, Güter zu Bremm. Von diesen wurde ein Haus mit Bering, Garten, Wiese und 1976 Weinstöcken am 29. Frimaire XIII. (20. Dezember 1804) zu 2650 Frs. (706 Thlr.) versteigert; am 28. März 1811 die Ländereien im Vogelsang für 900 Frs. (240 Thlr.)

Ein dem Erzstifte Trier gehöriges Haus wurde am 9. Messidor XII. (28. Juni 1804) zu 185 Frs. (49 Thlr.); am 10. Januar 1811 eine Wiese des Stifts St. Florin zu Koblenz zu 650 Frs. (173 Thlr.); am 9. Messidor XII. noch eine Wiese auf Haler, welche dem Herzoge von Arenberg gehört hatte, zu 245 Frs. (65 Thlr.); am 27. Bendemaire XII. (20. Oktober 1804) 3522 Weinstöcke, Wiesen und Garten, bisher dem Trierschen Domkapitel zugehörig, zu 1100 Frs. (293 Thlr.); am nämlichen Tage 3 Hektare Wiesen in den Biegtern, ehemals Eigenthum des Klosters Stuben, zu 5575 Frs. (1486 Thlr.); am 9. Messidor XII. (28. Juni 1804) zwei diesem Kloster zugehörig gewesenen Wiesen zu 1320 Frs. (352 Thlr.), und 2619 Weinstücke zu 1600 Frs. (426 Thlr.); am 4. Fructidor XIII. (22. August 1805) die dem Grafen von Metternich-Winneburg gehörige Perschwiese zu 45 Frs. (12 Thlr.), und am 30. November 1809 die 4 Hektaren Ländereien auf dem Bieg, welche Eigenthum des Freiherrn von Metzenhausen gewesen waren, zu 9530 Frs. (2554 Thlr.)

Im Jahre 1805 umfaßte die Gemarkung 22 Hektaren Wiesen, 34 Hektaren Weinberge und 194 Hektaren Waldungen.


Die Texte wurden vom Originaldokument (mit evtl. Fehlern) übernommen, ohne Anpassung an die aktuelle deutsche Rechtschreibung. Verlag von Jakob Anton Mayer, Aachen und Leipzig, 1952
(Brüssel bei Mayer und Flatau)
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