| Pastor Aloys
Weier, 1971 |
Die
alte Bremmer Volksschule |
Die alte Bremmer
Volksschule
Ein Stück Alt-Bremm
verschwand.
Die alte Schule in Bremm
mußte dem wachsenden Verkehr weichen.
Für die Moselfront ist es kein Verlust,
eher ein Gewinn des Ortsbildes.
Die Schulchronik berichtet über die
Schule in Bremm:
Bis etwa 1800 wurde ein kleines
Gebäude als Schulhaus benutzt, das der
Pastor zur Verfügung stellte. Es stand
auf dem Friedhof unter der Kirche, die
damals ja noch kleiner als heute war.
Um 1800 wurde das Schulhaus verlegt in
ein Haus "auf der Lenn"
(Linde), vor dem ein uraltes Kreuz stand.
Es ist das heute von der Familie Gräfen
bewohnte Haus. Der letzte Lehrer in
diesem Schulhaus war Herr Amlinger, dem
1828 ein Schulsaal mit Wohnung im
damaligen Rathaus, dem jetzt abgerissenen
Schulhaus, eingerichtet wurde.
Dieses Gebäude an der Mosel
stammte aus dem 16. Jahrhundert. Es war
erbaut als kurfürstliche Kellerei. Ein
Gegenstück davon steht heute noch in
Bruttig. Die Giebelmauern liefen bis 1887
noch treppenartig zu und ragten über das
Dach empor. 1886 mußte der Rathaussaal
im unteren Stock für die 2. Lehrerstelle
eingeräumt werden. 1887 wurde dann das
Haus umgebaut und erhielt seine bekannte
Gestalt.
Das umgebaute Rathaus wurde am 15.
November 1887 von dem damaligen Pastor
Dr. Poetzgen als Schulhaus eingesegnet.
Der Kostenaufwand für den Umbau betrug
14.000 Mark. Der erste Lehrer, der in die
damals neue Schule einzog, war Lehrer
Weis. Lehrerin war damals Fräulein
Nattkemper.
Die Schule erlebte 2 Weltkriege und
sehr viele Lehrerwechsel, bis am 1. Mai
1962 die jetzige Schule bezogen wurde.
Anmerkung: Aus der
"Chronik der Gemeinde und Schule
Peterslahr" im Westerwald geht auf
Seite 9 (unten) hervor, dass dort ein
Lehrer Weis aus Horhausen, einer
Nachbargemeinde von Peterslahr, in den
Jahren 1870 bis 1878 tätig war. Die
Chronik enthält außerdem den Zusatz:
"Er wurde versetzt nach Bremm an der
Mosel".
Vermutlich handelt es sich deshalb bei
der Jahresangabe "1887" von
Herrn Pastor Weier um einen Zahlendreher
in der Überlieferung. Richtig sollte es
wohl "1878" heißen.
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